Die Wölfin im Beruf 

In der Realschule wurde mir klar, dass ich Krankenschwester werden möchte. Mit Menschen kommunizieren, sie in Krankheit, in einer schweren Zeit zu begleiten, ihnen ein Licht im Dunkeln zu sein, das war mein Wunsch. Bis heute bin ich gerne ne Schwestaaa.

Mit 16 Jahren begann ich meine berufliche Geschichte. Ein hartes Jahrespraktikum auf 4 verschiedenen Stationen im Krankenhaus absolvierte ich. Diese Zeit war kein Zucker schlecken. Zu diesem Zeitpunkt zog ich auch mit meinem großen Wolf zusammen und erhielt meinen Führerschein.

Drei Jahre Ausbildung zur Krankenschwester schloss ich mit einem ziemlich guten Examen  ab. Es war eine schöne Zeit. Viele Stationen  und Einrichtungen durfte ich besuchen, viele Menschen kennenlernen. Wie auch in der Realschule, gab es mehrere Probleme wegen meines „Wesens“. Ich bin ein Freigeist mit festen Überzeugungen, ich lasse mich in nichts pressen. Nunja ich sage dazu, nicht jeder mag mich und als Azubi muss man viel einstecken wenn man auf der Liste steht….Trotzdem gab es auch hier Menschen die mir wohlgesonnen waren und die  3 Jahre bunt machten. Einige besuche ich immer noch im Krankenhaus und ihre feste Umarmung zeigt mir, dass ich als Mensch ihren Weg bereichert habe. Das macht mich dankbar.

Nach der Ausbildung bekam ich ein paar Angebote und ich entschied mich für die orthopädische Station in meinem Lehrhaus. Die Arbeit war ziemlich cool. Knochen , Blut, Schrauben,Wunden,Drainagen…Grobes. Meine Begeisterung für diese Dinge hält bis heute an. 

Nach einem Jahr dort war ich nur noch eine kranke schwache Wölfin, wenig war noch von mir übrig. Der Grund : Extremes Mobbing. Zwischendurch bekam ich ein Angebot von dem Urologischen Wachraum, indem frisch Examinierte eigentlich nicht arbeiten dürfen, mangels Berufserfahrung. Ich hielt Rücksprache mit meinen Eltern, war unsicher und vertraute leider meinem Bauchgefühl nicht. Das Angebot lehnte ich ab, eine gravierende Fehlentscheidung in meinem Leben! Wer weiss vielleicht wäre ich immer noch dort…

Nun war ich damals schon eine kleine Wölfin und entschied das ich so nicht weiter leben wollte. Von einem Tag auf den anderen reichte ich meine Kündigung ein und hielt gemeinsam mit dem Betriebsrat Rücksprache mit der Pflegedirektion. Die ganze Situation klärte ich auf oberste Ebene, erzählte die ganze Geschichte und kehrte mutig meinem Lehrhaus den Rücken.

Mein Weg führte mich in ein anthroposophisch geführtes Haus. Ich wünschte mir Menschlichkeit zu finden, einen Ort an dem der Mensch ganzheitlich betrachtet wird. Die Umgebung hat mir 3 jahre viel gegeben. Der Wald, die Architektur, der Kräutergarten, die Farben , die Düfte, die Menschen und Kollegen , das ganze Paket – das „Alternative“. Nun bin ich jemand der das „Alternative“ und „Ungewöhnliche“ liebt. Ich arbeitete auf der Station für „Schwere Psychosen und Demenz“, mit steigendem pflegerischem Aufwand. Einen kurzen freiwilligen Ausflug auf die „Geschlossene“ nebenan rundete meinen Einblick ab. 

Fortbildungen wie z.B, anthroposophische Pflege und Einreibungen, Fixierung und Kinästhetik absolvierte ich dort. In dieser Zeit beschäftigte ich mich erneut mit der ganzheitlichen Sichtweise des Menschen und der Anthroposophie. Waldorfpädagogik hat mich schon immer interessiert. In dieser Zeit gab es auch Licht und Schatten. An so manchen Spaß mit netten Kollegen denke ich zurück, aber auch an persönliche Verletzungen, an die ich ab und an mal einen Gedanken verliere.

Ende 2013 schenkte ich meinen Zwillingswölfchen das Leben und seitdem befinde ich mich in Elternzeit, die auch noch bis Ende 2018 geht. Mit Beginn meiner Schwangerschaft endete erstmal mein beruflicher Werdegang und das bisher dunkelste Kapitel meines Lebens begann…(Die Schwangerschaft+Geburt)

Als die Wölfchen ca. 2 Jahre alt wurden, überlegte ich wo und wie es beruflich weiter gehen soll. Zurück in die Psychiatrie oder etwas ganz Anderes? Nun stand ich vor der Herausforderung, als Mutter zurückzukehren in den Beruf, mit allen Schwierigkeiten inklusive. Nun war ich eine Wolfsmutter, Kapital über meine Kinder zu stellen wollte ich nicht und möchte es auch heute nicht. Ihnen gehört viel Kapazität in meinem Kopf und auch in meinem Herzen. Wie früher 100% Ressourcen für den Beruf zu verwenden war vorbei. Weniger als 75%/50% im Tagdienst war nicht möglich laut Chef. 

Nur Nachtdienst…War dies die einzige Möglichkeit? Nachtdienst 35min entfernt zu leisten konnte und wollte ich nicht, ebensowenig war es möglich mit Zwillingen 75% zu arbeiten. Dann erreichte mich eine Anfrage, ob ich in meinem Lehrhaus ca 4-5 Nachtwachen im Monat arbeiten wollte. Es gab keine alternativen Ideen die sich als realisierbar herausstellten und das Budget wurde knapp, also nahm ich an. Zurück in eine Umgebung die mir viel Schmerz bereitet hat, in der Schwangerschaft und auf der Arbeit war nicht einfach. Doch ich war gewachsen. Alte Gesichter, die mich gequält hatten, begegnete ich souverän. Für manche empfinde ich fast schon Mitleid, da ich nun das Ausmaß ihrer Seelenqualen kenne. In der Nacht arbeitete ich von 22.30-5.00uhr, mit einem Funk ausgestattet. Es eschah viel Lustiges in der Nacht und menschlich passierte einiges Tolles an das ich oft denke. Nach diesem Nachtwachen-Jahr wurde mir mehr und mehr bewusst das dies nicht meine Lösung auf Dauer ist. Ohne Vertrag, ohne Schlaf mit möglicher Verantwortung für völlig fremde Stationen im Tag und Nachtdienst, falls das Telefon klingelt und man gebeten wird einzuspringen. Ich möchte mit Respekt behandelt werden und auch Wertschätzung erfahren wegen meiner Kompetenzen. Beruf und Familie muss auch außerhalb von „Bürojobs“ lebar sein. Erneut zog ich weiter. Ein paar Bewerbungen schrieb ich. Für Blutspendezentren und Arztpraxen. Die Praxis…Ein neuer Weg für mich als Krankenschwester? 

Fast hätte ich vergessen das ich spüren wollte wie es ist als Zeitarbeiter zu schuften….Also arbeitete ich ca 1-2 Monate bei einer Zeitarbeitsfirma. Ca einen Tag vorher erfahren welchen Dienst und wohin, dann gucken wie das mit der Familie klappt. Ich sah wie schlecht es Kollegen/Patienten in Pflegeheimen ergeht. Das Modell gefiel mir nicht und in das System der Unterdrückung und Ausbeutung der Pflege wollte ich nicht zurück. Also ging es wieder weiter…

Ich führte ein paar Bewerbungsgespräche, lehnte die Stellenangebote ab, es war nicht das was ich wollte. Nun bin ich im hier und jetzt angekommen. Das erste Gespräch mit meiner jetzigen  Praxis war so positiv das sich sofort ein gutes Gefühl breit machte. Das Vorstellungsgespräch war sehr gut. 2 Monate arbeite ich nun in einer internistischen Hausarztpraxis. Mit einem freundlichen Chef und tollen Kolleginnen. Montags bis Freitags von 8-12uhr und das Beste, es macht mich glücklich das ich einen Einstieg gefunden habe und das ich geschätzt werde! Die Arbeit als MFA unterscheidet sich von meinem alten  Beruf, aber ich bin motiviert und auf Zack.

Mir geht es sehr gut, es ist eine mega Zeit die mir Energien zukommen lässt für weitere Projekte. Momentan erkundige ich mich nach einer Weiterbildung und puzzle das dies realisierbar wird. Sport und Ernährung sollen bald wieder auf dem Stundenplan stehen. Tomaten und Zucchini warten schon auf der Fensterbank für mein Gartenprojekt 2017. Mit einer Herzfreundin habe ich am Freitag Seife gesiedet. Ich habe das Gefühl „es läuft“. Hoffe der Einblick hat euch gefallen!

Eure Runa

Roggenmehl Haarwäsche

Ich habe ein neues Projekt gestartet. Seit 3 Wochen wasche ich mir meine Haare mit Roggenmehl und bin ganz zuversichtlich. Mein Leben möchte ich an vielen Stellen verändern, ihm eine neue Richtung geben. Sachen probieren die ich schon einmal ausprobieren wollte. Seit einer Woche habe ich eine neue, schöne Arbeitsstelle angenommen. Diese strukturiert meinen Tag neu und fordert einige Konzentration. Ich werde vielleicht noch einen kleinen Post dazu schreiben. Trotz Sorgen ich könnte ungepflegt wirken, habe ich dieses Projekt gestartet. Mit Dreads war mein Waschintervall 1x in der Woche. Das war echt super! Nun da ich keine mehr mein Eigen nenne, von schwarz auf Karamell  gefärbt habe war er jeden 2ten Tag. Sonst Fett-Alarm…Dieses ganze Waschen und trotzdem kaputte Haare, diese teuren Shampoos ohne zufriedenstellendes Ergebnis, das hatte ich satt. Vieles im Leben kommt zu einem wenn man nur die Augen offen  hält. So begegnete mir ein Artikel über das alternative Haare waschen.

 Gestern habe ich zum ersten Mal eine Spülung mit Apfelessig an die Roggenmehl Wäsche angeschlossen und bin begeistert von dem Ergebnisse. Meine Haare sind weich und glänzen. (1L Wasser + 2EL Apfelessig)

Ich möchte meine Haare gerne in einem Kupferton färben. Leider wäre eine Färbung mit Chemie nicht wirklich kompatibel mit meinem Experiment. Es würde wieder mit Shampoo und Spülung gewaschen und das irritiert wieder meine Kopfhaut. Vielleicht lasse ich die Umstellung vergehen , also ca 4-6 Wochen. In denen können sich meine Haare und Kopfhaut an das neue Waschen gewöhnen. Nach der Umstellung werde ich Haarseife probieren. Wenn das auch gut funktioniert ist mein Plan 1x im Monat Seife und den Rest mit Roggenmehl. Jeden Tag bürste ich meine Haare von oben bis durch die Spitzen mit einer Wildschweinbürste. Das tägliche Bürsten der Haare ist wichtig damit sich das Sebum(Talg/Fett) von der Kopfhaut bis in die Spitzen verteilt und so die Haare pflegt. Das Sebum ist dafür verantwortlich das die Haare fettig aussehen aber auch eine gesunde Aktion des Körpers alles in Balance zu halten. Durch sehr häufiges waschen wird der Körper angeregt mehr Sebum zu bilden. Man löst einen Teufelskreis aus von waschen und fettigen Haaren. Diesen möchte ich unterbrechen mit meinem Experiment. Die Industrie möchte uns abhängig machen von dem Konsum der ganzen Haarpflegemittel. Es ist wohltuend einfach mal umzudenken und sich frei zu machen von den Marionetten Dasein und der Konsumfalle. Wir können im leben mehr bestimmen als uns oft klar ist. 

Meine Haare sind wirklich ziemlich gebeutelt und mir kam das Experiment gerade recht. Es tut meinen Haaren gut und nach dieser kurzen Zeit würde ich anderen den Versuch auch empfehlen. Es wird kein Experiment bleiben, ich möchte die Umstellung wagen und durchhalten.

Eure wölfin Runa , mit schönem Fell 😉


Phönix aus der Asche

Ein „Hallo“ aus der Wolfshöhle. Als ich den Beitrag „Herbstlicher Gedankensturm“ schrieb, ahnte ich nicht was für eine Prüfung bevorstand. Es ging mir wieder besser und das Leben lief weiter als dunkle Wolken aufzogen. Von dieser Prüfung möchte ich euch berichten, es mir von der Seele schreiben und vielleicht den ein oder anderen warnen was u.a der falsche Gebrauch des WWW auslösen kann.

Wir 4 wurden krank, der große Wolf hatte eine Bronchitis und die Zwillinge die Grippe. Nun muss man wissen, dass eine kranke Familie viel Arbeit seitens der Mutter erfordert. Ich pflegte meine Wölfe und kämpfe mit dem Alltag. (Natürlich auch bei manchem Papa)

Stark kam ich mir vor, so als Familienmanager. In der virtuellen Welt häuften sich Komplimente und „Angebote“. Ich erfüllte mir den lang gehegten Wunsch mir einmal Extensions erstellen zu lassen. Dies erforderte sparen sparen sparen. Wie das mit dem Thema „wie eine Frau sein soll“ so ist überschlugen sich die Komplimente mit der langen Mähne. Meine Zeit am Handy und Computer fraß Abende und gemeinsame Zeit war knapp. Der große Wolf wurde stiller und die Freunde war aus seinen Augen verschwunden. Ich war vollkommen berauscht und freiwillig gefangen in der virtuellen Wirklichkeit. Mein Ego fraß alles, ich fühlte mich wie auf einer Droge, wie eine Königin.

Meiner Meinung nach vergiften (zu viel) Geld, Internet und Macht den menschlichen Charakter. Dessen war ich mir immer bewusst, nur schütze mich das nicht vor dieser Infektion. Mein Umgang mit Instagram, Facebook und WhatsApp wurde immer lockerer und unüberlegter. Wenn man bedenkt das ein Profil einen für Fremde repräsentiert, war mein Damaliges eine Katastrophe. Ich war mir fremd geworden, war nur noch mein Ego. Hier schreiben, hier ein Bild,..blabla. Ein Internet-Autist und Miststück.

Plötzlich musste ich mit meinem Papa ins Krankenhaus fahren und es stellte sich heraus das er fast einen Bypass bekommen hätte. Es war der 2te Herzinfarkt,..die Welt brach zusammen. Ich organisierte für Papa und pflegte meine kranke Familie. Es ging mit meinem Auto hin und her, ich zerriss mich um alles zu schaffen. Eine lebensbedrohliche Krankheit betrifft die ganze enge Familie, neue Situationen und die Zukunft muss geklärt werden. Wie es meiner Mutter erging muss ich hier nicht ausführen, ich versuchte ihr eine Stütze zu sein. Beide isolierten sich von uns und zogen sich in ihre Höhle zurück. Verständlich, aber für mich als Familienmensch eine massive Kränkung. Verletzt und einsam flüchtete ich zurück in meine Traumwelt die mit falscher Heilung lockte…

Dort geriet ich in einen großen virtuellen Streit mit einem entfernten Bekannten. Wir haben in der Wirklichkeit eigentlich keinen Kontakt, aber irgendwie passierte es, dass der Streit ausbrach und total eskalierte. Von meiner Seite kann ich sagen, ich wurde mitgerissen, ich schrieb Dinge die ich normalerweise niemals sagen würde und unterm Strich bleibt zu sagen das ich ein im Rausch gefangenes Miststück war. Im Höhepunkt dieses absurden Momentes brach alles zusammen, mein Ego, meine Scheinwelt. Mir wurde klar was aus mir geworden war, was hier seit 2 Wochen alles lief.

Im meinem Kopf wurde alles klar und ein ungeahnter Schmerz durchzog mich. Ich musste so stark weinen, 1 Woche konnte ich kaum essen, war oft im „Bad“, konnte mich nicht bei meinen Freunden melden, das Handy und meine Familie anschauen ohne Gewisensbisse. Ich hatte aus mir ein Egomonster erschaffen, eine Kreatur die trotz Wissen in mir schlummerte und nun regierte. Bei diesen Zeilen kommt der Stein im Magen zurück und die negativen Gedanken, gegen die ich nun schon 3 Wochen kämpfe. In den Spiegel konnte ich nicht schauen, so sehr verabscheute ich mich. Ich kann mir so manches aus dieser Zeit nicht verzeihen und es frisst in mir. Ausagen, Posts  und das Bild was ich da abgegeben habe, mir jetzt so fremd…ich bin fassungslos das es mir so schnell passieren konnte persönliche „Regeln“ zu brechen und nicht mehr „Ich“ zu sein. Von Fremden hätte ich gesagt, wie kann man so leichtsinnig und ekelhaft sein.

Ich sperrte das Egomonster ein, tief tief in mir verborgen schläft es nun wieder. Dies war eine der bittersten Erfahrungen die ich in meinem Leben sammeln musste und das auch noch von mir verursacht. Gedanken holen mich immer noch ein, dann kommt der Ekel über mich selbst zurück….ICH ändere mich, dass ist der Schlachtplan. Zurück zu den Dingen die wirklich wichtig sind, zurück zu Personen die mich kennen und lieben.

Instagram wurde „gesäubert“, Facebook und mein Blog verloren bewusst viele Fotos, meine Handynutzung fast vollständig beschränkt, der Computer blieb aus.

Bis auf ein Piercing mussten alle weichen, meine Zunge wuchs wieder zusammen (von der Spaltung nun fast nichts mehr zu sehen), ein neuer Kleidungsstil (Anfang) wurde gekauft und meine Wirkung auf die Außenwelt überprüft. Koketieren, unbedachtes Blabla werden verbannt. Mein inneres Feuer und ein etwas loses Mundwerk werden nun erzogen. Ich bin völlig genug wie ich bin, ohne Maske und Schnickschnack.

Sehr schwer war die Einweihung des großen Wolfes, lügen kann ich nicht und als er den Tag zur Tür hereinkam begrüßte ich ihn völlig aufgelöst. Alles wurde mit ihm besprochen, ich bat um Verzeihung. Mich zu entschuldigen fällt mir schwer, da ist das Ego oft im Weg. Ich hatte meinen Gefährten unendlich gekränkt,…(nicht betrogen!)

Wisst ihr was er am Ende sagte? „Ich liebe dich, ich liebe dich wie vor 13 Jahren, du bist meine Frau. Deine Ehrlichkeit zeigt mir deine Liebe, viele hätten alles einfach verschwiegen und mich belogen…“ Vieles mehr hat er noch gesagt aber das gehört nur uns.

Ja, ich bin verheiratet mit dem großen Wolf und habe 2 Kinder mit ihm. Meine Familie liebe ich über alles und ich beschütze sie. Sie ist mein Zuhause. Mein Mann ist der MANN für mein Leben, seine Zuneigung erfüllt mich. Keine Traumwelt ist so schön wie meine Realität.

Mein geerdetes „Ich“ wurde schon von einem Kollegen bemerkt der mich darin sehr unterstützt. Er sagte das ich mehr bin als Äußerlichkeiten…Ich habe mich selbst reduziert auf mein Äußeres und plötzlich habe ich den erfundenen Internetcharakter angenommen, mit allen Konsequenzen. Alles passierte wie von selbst, total im Flow, ohne Vernunft.

Der Groschen ist gefallen und ich erarbeite mich neu, werde Phönix aus der Asche und erde mich im Hier und Jetzt. Das Internet vergisst nicht und Dinge begegnen einem immer zweimal im Leben. Wenn mir diese Dämonen erneut vorgesetzt werden, bin ich hoffentlich dort wo ich jetzt hin arbeite und kann sie niederschlagen. Ich kann verstehen das sich einige das Leben genommen haben wegen dem was einem entgegen schlägt aus dem Internet, auch wenn sie es selbst verschuldet haben…

Fakt ist: diese Kreatur möchte ich nie wieder sehen! Ich arbeite weiter an mir und dieser Schmerz lehrt mich Viel. Wie wirke ich auf Andere ist ein wichtiges Thema, dass ab und an überprüft werden sollte. Ich konnte mein Alterego nicht leben, da es mich fast zerstört hat. Mir fällt immer etwas ein, eine Prise zu viel Ego und den Hang zu „gefährlichen Sachen“ habe ich mitbekommen, Gefahr erkannt Gefahr gebannt (viel Arbeit). Es ist eine schlimme Krise, aber ich wäre nicht ICH wenn es jetzt heissen würde „aufgeben“.

Dieser Blog zeigt natürlich nicht mein ganzes ICH, aber die Texte sind ehrlich und spiegeln mich schonungslos und aufrichtig. Das Leben ist ein Lernprozess. Wer hier mitliest darf in einen Teil meines Herzens gucken. Dieser Text mag chaotisch sein, aber er ist die Substanz meiner momentanen Gedanken.

Es gibt einen neuen Weg, wenige Schritte bin ich bisher gegangen, es gibt Menschen die mit mir gehen. Es tut mir leid das ich euch zurückgewiesen habe, aber ich habe mich selbst gehasst und konnte keinen annehmen. Eure Worten heilen mich und das ihr meinen Weg begleitet erfüllt mich mit Dankbarkeit.

Ich bin stark, habe aber ein sehr weiches Herz.

Ich wirke taff aber bin es nicht.

Manchmal bin ich abgezockt und waghalsig, ich rede viel und manchmal Quatsch, ich wage viel und manchmal eben zuviel.

Ich bin himmelhochjauchzend und manchmal zu Tode betrübt, ich sehe das Leben schwarz und weiss und kann kein Grau akzeptieren.

Ich bin ein Herzmensch und manches Mal hat mir mein blindes Vertrauen den Hals gebrochen.

Ich bin selbstbewusst und manchmal zerbreche ich fast daran.

Ich bin radikal.

Ich wirke oft kokett bin aber treu und unspektakulär

Wenn man genau guckt bin ich oft ein Schauspieler….wenn man genau hinsieht bin ich aber auch noch vieles mehr….

Willkommen neues ICH, dich werde ich mit Hilfe meiner Familie und Freunde aufbauen, pflegen und festigen.

DANKE

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herbstlicher Gedankensturm

Der Herbst kommt,…und ich liebe ihn. Die bunten Blätter, das kühlere Klima, der Wind in den Bäumen, die Lieder, das Gemütliche, der Kamin usw und  vor allem meine Perspektive die sich nun langsam nach innen richtet. Mein Sommer war produktiv, ich habe mich in meine Nachtwachenstelle eingearbeitet, unsere Zwillinge sind nun für 25std im Kindergarten, ich besitze wieder ein kleines Auto, unsere Mittelaltergruppe ist gewachsen und unsere Ritualgruppe begeht neue Wege.

Die Tätowierung auf meinen Fingerknöcheln sagt es „Freiheit“, ich liebe meine Freiheit. Zu viele Termine , auch wenn sie positiv sind schränken sie ein und irgendwann rebelliert mein Körper. So bin ich nun mal. Eine Wölfin die ihre Höhle und ihre Familie liebt, Freunde die ich an einer Hand abzählen kann und wenig Termine-Wurzeln. Genau so fühle ich mich am wohlsten.

Unsere heutige Zeit verlangt gewisse Termine, der Kindergarten fällt in diese Kategorie. Die Kinder finden die Stunden super und genießen sie. Ich bin sehr glücklich das wir keine Probleme mit der Eingewöhnung hatten und das meine Wölfchen sich wohl fühlen. Wir haben einen kleinen Weg zum Kiga, da wir in unserem Viertel überall abgelehnt wurden, müssen wir fahren. Anfangs mit dem Bus, das hat uns bei dem heissen Wetter viel Kraft gekostet, jetzt mit unserem Mama-Auto. Wir stehen früher auf und pilgern dann zum Kiga und ich nach ca. 2 1/2 Std wieder hin um die Wölfchen zu holen. Ich benötige immer eine gewisse Zeit mich an neue Strukturen zu gewöhnen, auch hier ist es so. Es verlangt mir  ganz schön was ab, die vielen Mütter, die ganzen Kindergeburtstage, die Eingewöhnungszeit der Kinder,….Die kleine Auszeit, wenn die Wölfchen betreut werden nutze ich als Pause für mich.

Mit dem Auto das sehr spontan zu mir kam, blieb auch eine kleine Finanzielle/gedankliche Belastung. Meine Nachtwachen, 5 an der Zahl im Monat und nur sehr wenig Schlaf fordern mich und sind eine Herausforderung. Bemühungen in den Tag-Dienst zu wechseln sind bisher gescheitert. Zwar bin ich als Mensch sehr gut angekommen, nur gefielen mir die Konditionen der Gegenseite nicht. Geld ist nicht sehr wichtig, wir decken hier unsere Basis und möchten kleine Extras, dafür bleiben aber unsere Seelen gesund. Deshalb muss der Beruf sich in meine Familie einfügen aber keinesfalls andersherum. 2 Jobvarianten stehen noch im Raum, dann werde ich pausieren und das Jahresende genießen. Als Mutter wird man mit mehreren Problemen konfrontiert die man vorher nicht hatte und auch nicht einen Gedanken daran verschwendet hat. Nun fällt es auf wie unflexibel andere Menschen sind, wenn es um die Kombination mit Kindern geht.

Es wird nun immer wichtiger sein Leben konkret zu gestalten und für sich zu sorgen. „Nimm dich selbst wichtig“ ,nur so ist man glücklich und kann auch ein glückliches Familienleben führen. Dieses Jahr gab es auch menschliche Enttäuschungen, die noch zu regeln und zu verdauen sind. Ich ziehe klare Schlussstriche und mag manchmal hart wirken, aber es hält mich gesund und ist ehrlich meinen Mitmenschen gegenüber. An solchen Entscheidungen habe aber auch ich zu knapsen, den ich bin ein Herzmensch. Dieses Jahr sind Menschen in mein Leben getreten die mir sehr viel Freude bereiten, mich zum Lachen bringen,mich ein wenig foppen und mir zeigen das sie die kleine Wölfin ins Herz geschlossen haben.

Der große Wolf ist nun schon 13 Jahre mein Gefährte und unser Weg ist lang und liebend,es gab Berge und Täler. Während wir weiter liefen sind andere stehen geblieben, haben sich getrennt. Es ist schade wenn Familien zerbrechen und macht mich immer ein wenig nachdenklich. Wir waren dieses Jahr an einem Tal angelangt das ich zu den steinigen unseres bisherigen Weges zähle. Es war die Zeit gekommen zu Kämpfen, seinen Standpunkt zu vertreten, alte Gewohnheiten zu brechen. Auf der einen Seite der große impulsive Wolf, auf der anderen die kleine Wölfin mit dem großen Ego, es gab erbitterte Kämpfe mit vielen Wunden.

Doch plötzlich legte sich der Staub vom Kampf und eine Bergspitze wurde sichtbar. Die kleine Wölfin blickte in die Augen des großen Wolfes und es wurde ihr klar das er ihr Partner im Kampf war, schon 13 Jahre. Sie wollte dieses Band nicht zerbeißen, sondern an der Seite ihres großen Wolfes stehen, Arbeit investieren in diese Verbindung. Gegenseitig leckten sie sich ihre Wunden, schmiedeten Pläne und neue Wege für das kommende Jahr. Blickten mit Stärke in die Zukunft, erkannten ihre Verbundenheit, wurden wieder ein Team und entdecken jene Verliebtheit die sie vor 13 Jahren zusammen brachte…Nun kann man sie auf dem Berg sehen, Seite an Seite, den großen impulsiven Wolf mit seiner kleinen sturen Wölfin, zwischen ihnen ihre kleinen beiden Wölfchen….Familie…

Leben und Liebe bedeuten Arbeit, aber es lohnt sich zu kämpfen, denn die Früchte sind die Süßesten.

Eure Runa

 

img_20160808_1017531

 

Ich habe daran gedacht diesen Blog zu schließen, aber nun weiss ich das er mich und euch weiter begleiten wird.

 

Kommende Themen: * Urban Gardening * Samhain Ritual *Strickprojekte *Die Wölfin und die Tattoomaschine

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Waldorf-Puppe

Schon immer wollte ich eine Puppe selbst nähen. Mit der Geburt meiner Zwillinge wurde die Idee handfester. Nun immerhin 2 1/2 Jahre später, habe ich „Ronja“ erschaffen.
Meine Tochter hat den Prozess sehr interessiert beobachtet und konnte es nicht erwarten sie in die arme zu schließen.
Das ist meine erste Puppe die ich genäht habe und bis auf dem Kopf war es gar nicht schwer.
Bei dem Kopf musste ich mehr überlegen und auch nochmal in mein Buch schauen.
Jetzt tanzt meine Tochter durch das Wohnzimmer und ist sehr stolz auf ihre Ronja die ihre Mama extra für sie genäht hat.
Die Mama ist stolz und ein wenig gerührt von der Freude die meine Tochter empfindet.

Einen schönen Abend wünsche ich euch.

Traut euch an neue Handarbeiten , es lohnt sich.

image

Neue Hautgeschichten

Hallo liebe Leser ,

nun gibt es Neuigkeiten zu sehen.
Hier in dem ganzen Sanierungschaos habe ich einen Moment der Ruhe und präsentiere euch stolz..tadaa 2 neue Hautgeschichten.
Sie haben mich 3 std ziemlich dolle Schmerzen gekostet…

image

image

Mein Mann hat seinen Arm in Gips…Jetzt geht es weiter im renovieren. Die Wolfsfrau muss die Ärmel hochkrempeln.

Eure Runa ♡

Dreadlocks auskämmen

Hallo meine lieben Leser, ich habe nach 2 Jahren meine Dreads ausgekämmt, weil ich einen neuen Abschnitt in meinem Leben beginnen wollte. Ganz selten vermisse ich 1-2 Dreads, sie haben mich ja lange begleitet. Bis auf einige Dreads am Hinterkopf … Weiterlesen

New Post – New Look

Hallo zusammen, hier war ganz schön was zu tun , also in meinem „richtigen“ Leben. Es werden bald Einträge folgen zu den Themen : ♡ Dreadlocks auskämmen ♡ Zwillinge und Einstieg in den Job ♡ Abschlussuntersuchung Bauch-Op/Korrektur der „Dog-Ears“ ♡ … Weiterlesen